Bohrbrille

Georgios S.:
Diese Woche habe ich mich im Hinblick auf meine Endprüfung mit diversen Bohrbrillen beschäftigt. Heute möchte ich das Bohrgerät vorstellen, mit dem wir bei uns im Betrieb arbeiten. Das Gerät besteht aus einem Tisch, welcher sich vertikal und horizontal verschieben lässt, einem Display, welches die Koordinaten anzeigt, und einer Bohreinrichtung mit verschiedenen Aufsätzen. 

 

Bevor es an das Bohren geht, müssen die Gläser mit einer Achse angezeichnet und auf einer speziellen Vorrichtung rutschfest positioniert werden. Dadurch wird die Achsgenauigkeit garantiert. Anschließend wird das Glas in die Bohrmaschine eingespannt. Mit Hilfe der Bohreinrichtung werden die Koordinaten von den Löchern auf einem elektrischen Display ermittelt und notiert. Diese Werte werden dann auf die neuen Gläser übernommen. Dann wird gebohrt. 

Beim Bohren ist es wichtig, dass der Bohrvorgang in kleinen Schritten erfolgt und nicht auf einmal durchgebohrt wird. Die kürzeren Bohrwege verhindern Ausplatzer und Hitzeauswirkungen auf das Glas. Des Weiteren ist es wichtig, nicht gerade in das Glas hinein zu bohren, sondern die Wölbung des Glases zu beachten. Konkret heißt das, dass mit einer 5 bis 7 Grad zur Glasmitte geneigten Achse in das Glas gebohrt wird. Diese Neigung lässt sich durch eine Achsskalierung an der Bohrmaschine je nach Wölbung des Glases beliebig einstellen.